
Ziel des ganzheitlichen Sekretmanagements ist es, das Abhusten zu erleichtern und den Bedarf an Absaugungen zu reduzieren.
So funktioniert OPEP – aktive Ausatmung mit Effekt
Dabei atmet die Person aktiv gegen einen leichten Ausatemwiderstand. Es entstehen Vibrationen und Druckwechsel bis in die Lungenperipherie. Diese Schwingungen mit dem Druckwechsel können festsitzendes Sekret von der Schleimhaut lösen und den Sekretabtransport fördern.
Der Wechsel von Druck und Entspannung ermöglicht, dass sich das Sekret löst und in Richtung größere Atemwege bewegt. Der Effekt: Das Sekret wird mobilisiert, die Belüftung der Lunge kann verbessert werden und das Abhusten fällt erfahrungsgemäß oft leichter.
Die Anwendung dauert nur wenige Minuten und lässt sich gut in bestehende Routinen einbauen – ohne Strom, Technik oder komplizierte Einstellungen. So bleibt die Methode auch im häuslichen und außerklinischen Umfeld praktikabel.
Mukoziliäre Clearance – das natürliche Reinigungssystem der Atemwege
Die Atemwege besitzen ein eigenes Reinigungssystem: die mukoziliäre Clearance! Feine Flimmerhärchen (Zilien) bewegen sich in einem feuchten Sekretfilm und transportieren Schleim, Partikel und Keime kontinuierlich nach außen. Damit dieses System funktioniert, müssen die Schleimhäute befeuchtet und gut durchlüftet werden.
Bei beatmungspflichtigen oder neuromuskulär erkrankten Personen ist dieser Mechanismus häufig gestört. Zähes Sekret, schwacher Hustenstoß oder eingeschränkte Beweglichkeit behindern den Abtransport. Sekret sammelt sich, verengt die Bronchien und erschwert die Atmung und/oder Beatmung. Hier setzt Atemtherapie an, mit dem Ziel, die mukoziliäre Clearance zu unterstützen und den Sekretstau zu verhindern.
Oral oder tracheal – flexibel im Einsatz
OPEP kann sowohl oral über Mundstück oder Maske als auch direkt über eine Trachealkanüle angewendet werden. Diese Flexibilität erlaubt den Einsatz bei unterschiedlichen Patientengruppen, von Personen mit Spontanatmung über nicht-invasiver Beatmung bis hin zu Menschen mit invasiver Beatmung.
Die Methode kann während den Spontanphasen eingesetzt werden, ergänzend zur Befeuchtung und Inhalation. Entscheidend ist, dass die Anwendung individuell angepasst wird, um den physiologischen Effekt optimal zu nutzen.
OPEP und Inhalation – starke Kombination
In der Praxis hat sich die Verbindung aus Inhalation und OPEP-Therapie bewährt:
- Inhalation: für die Befeuchtung der Atemwege und Unterstützung, das zähe Sekret zu verflüssigen.
- OPEP: kann das Sekret durch Vibration und Druckwechsel lösen, mobilisieren und Atemwege offen halten.
Dieser Ablauf nutzt die physiologischen Mechanismen optimal: zuerst das Sekret verflüssigen, dann lockern und schließlich abtransportieren. So sinkt das Risiko von Sekretstau und Infekten.
Pflegeteams berichten wiederholt: Nach der OPEP-Therapie kann der Cough Assist deutlich effektiver genutzt werden. Weniger Druck, kürzere Zyklen, geringere Belastung – für Pflege und Patienten ein spürbarer Vorteil.
RC-Cornet® PLUS TRACHEO
Atemtherapiegerät mit Oszillation und Feuchtinhalations-Anschluss speziell bei Tracheostoma
Zum Lösen und Erleichtern des Absaugens von zähflüssigem Sekret sowie zur Linderung von Husten und Atemnot. Kann direkt mit der Trachealkanüle verbunden werden. Der integrierte ISO-genormter 22 mm-Vernebleransatz ermöglicht die gleichzeitige Atem- und Inhalationstherapie (Feuchtinhalation) zur Optimierung der Therapie, Verbesserung der Sekretolyse und Verkürzung der Therapiedauer.
Für wen OPEP besonders geeignet ist
- Menschen mit Trachealkanüle
- Menschen unter invasiver oder nicht-invasiver Beatmung
- Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD oder Bronchitis
- Menschen mit Muskelschwäche oder neurologischen Erkrankungen
- Alle, die Sekret schlecht abhusten können
Regelmäßige Anwendung kann dazu beitragen, die Atemwege frei zu halten, Sekretstau vorzubeugen und die Atmung zu stabilisieren.
Ganzheitliches Sekretmanagement
Ganzheitliches Sekretmanagement heißt: die Atemwege regelmäßig zu pflegen, Sekret zu lösen und den Sekretabtransport zu unterstützen. Befeuchtung, Inhalation, Atemtherapie mit OPEP bilden dabei zentrale Bausteine. Die Kombination ermöglicht, zähes Sekret zu verflüssigen, in Bewegung zu bringen und den Abtransport zu erleichtern.
Feedback aus der Praxis zeigt: Viele Betroffene schaffen dadurch, Sekret besser abzuhusten, oder müssen weniger häufig abgesaugt werden. Das Pflegepersonal spürt den Unterschied im Alltag: weniger Aufwand, stabilere Atemwege und ein planbarer Verlauf.
Das Ergebnis: spürbar leichteres Atmen, geringere Atemarbeit, hoher Therapieeffekt und mehr Wohlbefinden, aus eigener Kraft. Am Ende geht es darum, Menschen das Atmen zu erleichtern – Tag für Tag.





